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Michael Ehrenteit verrät seine Lieblingssportart nicht einfach so. Sportlehrer müssen schließlich von allen Sportarten etwas verstehen. Er ist nicht der erste Lehrer, der als Moderator Karriere macht. Aber wir reden ja nicht über den Lehrer, sondern über den Moderator. Die Frage, welche Veranstaltungen er am liebsten moderiert, ist einfach beantwortet: Sportveranstaltungen.

Michael Ehrenteit ist gebürtiger Friedrichshagener und lebt seit 10 Jahren in Hessenwinkel. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. In den letzten Jahren der DDR kam Michael Ehrenteit zum Kinderfernsehen um zu moderieren. Wer sich an den Schau-Spielplatz oder Topfit erinnert, kann an dieser Stelle mitreden.

Sein erstes West-Auto war ein Opel. Und genau so begann nach der Wende seine Laufbahn: er moderierte die Präsentation des damals neuen Opel-Modells, später dann einen Tag der Offenen Tür im Bundestag, den ersten Ver.di-Kongress, den Tag der Olympia-Entscheidung, um nur einige zu nennen.

Weitere Engagements knüpften an seine Zeit im DDR-Kinderfernsehen an:

 

Moderation von Kinderfesten der SPD und der FDP. Moderation bei „50 Jahre CDU“. Überhaupt, die Politik: Im September 1998 moderierte er an einem Tag eine Wahlkampfveranstaltung für Kanzler Kohl, am nächsten Tag eine Veranstaltung für Kanzlerkandidat Schröder. Zwei Tage später war die Wahl.

Michael Ehrenteit sinniert über ein Zitat, in dem Sinn und Erfolg gegenübergestellt werden. Muss man alles am Erfolg messen oder reicht es, wenn man die Sinnfrage positiv beantwortet? Das Bölschestraßenfest in Friedrichshagen besteht in beiden Prüfungen. Sinn macht für Michael Ehrenteit, was persönlich wichtig ist. So wie das Bölschefest, das gerade 20 Jahre alt wurde, denn das hat er von Anfang an entwickelt, begleitet, moderiert. Auf dieser Bühne ist er zu Hause, hier hat er ein Heimspiel.

Mithalten kann da nur noch das Sommerfest in Hessenwinkel, das Wasserfest am Müggelsee und der Weihnachtsmarkt in Rahnsdorf. Das ist Heimat, das hat Sinn. Und kommt dem Erfolg – gemessen an Besucherzahlen - sogar sehr nahe. Heimat und Sinn, das heißt für ihn, das Potential der Menschen im Ort zu nutzen. Hier leben so viele  Musiker und warum sollten sie nicht auf den hiesigen Bühnen spielen?

Hat er ein Vorbild? Er überlegt: schwer zu sagen. Doch: Otto! Otto Waalkes. Der war vor kurzem hier in der Gegend. Einfach so, allein und mit dem Fahrrad unterwegs: „den würde ich um ein Autogramm bitten“.

Hat er eigentlich noch Lampenfieber? „Nein“, wie aus der Pistole geschossen. Pause. Er merkt, dass diese Antwort nicht reicht. Unruhig mache ihn, wenn der Auftraggeber während der Moderation etwas von ihm verlange, was beim Publikum in dem Moment nicht ankommen würde. Michael Ehrenteit arbeitet selbst das Programm aus. Er weiß, wann die Tanzgruppe besser platziert ist als Big-Band, Kinderchor oder Polit-Talk. Ein Gefühl für die Programmfolge und die Gefühlslage des Publikums hat ein erfahrener Moderator eher als der Auftraggeber.

Was er an Rahnsdorf besonders schätzt? Die ganze Gegend zwischen Müggelsee und Dämeritzsee ist toll. Doch, etwas fehlt. Ein Eintausender. Berg. Denn seine Lieblingssportart ist Skifahren, Riesenslalom. Also doch eine Lieblingsportart!


Karin Zehrer, Rahnsdorfer Schirm, Mai 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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